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Beim Schweißvorgang wird die Elektrode aus UP-Draht automatisch nachgeschoben, während das körnige, mineralische Pulver den Lichtbogen schützt, der zwischen Drahtelektrode und Werkstück brennt.
Spritzer entstehen nicht, die Nahtoberfläche ist sehr glatt, es kann mit Gleich- oder Wechselstrom gearbeitet werden. Das Nahtbild kann durch Ändern der Schweißdaten stark beeinflußt werden. Das Verfahren arbeitet wirtschaftlich und ist für die Auftragsschweißung gut geeignet.
Mit dem UP-Verfahren erreicht man bei guter Wirtschaftlichkeit technologisch hochwertige, rissfreie Schweißnähte mit glatten Oberflächen, die kaum nachgearbeitet werden müssen. Es ist damit besonders für die Schweißung von Serien geeignet, z.B. im Behälter- und Apparatebau unter Verwendung von automatischen Schweißmaschinen, auch für das Plattieren und Panzern.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist seine Spaltempfindlichkeit, die im Rohrleitungsbau und Apparatebau Schwierigkeiten bereiten kann. Ist der Luftspalt nicht gleichmäßig, dann stellt man oft ungenügendes Durchschweißen fest, die Schweißkennwerte müssen deshalb der engeren Spaltbreite angepaßt werden. Bei Spaltbreiten über 1 mm hat das meist ein Durchsacken des Schweißbades zur Folge. Die Verbindung mit dem Kurzlichtbogen (short arc) behebt weitgehend diesen Mangel, damit können Spalte bis 5 mm von Hand und bis 4 mm in mechanisierten Anlagen überbrückt werden. Kupferunterlagen an der Wurzelseite dienen dabei zur Schmelzbadsicherung.
UP-Drähte mit Durchmessern bis 5 mm und Bandelektroden mit Querschnittsmaßen bis 120*0,5 mm sind in Anwendung. DIN 8557 enthält die für das Verfahren notwendigen Drähte und Pulver zum Schweißen unlegierter und niedriglegierter Stähle. Durch besondere Schweißnahtfugen an den zu verschweißenden Werkstücken sind der Schweißdrahtverbrauch niedrig, der Einbrand gut und die Schweißnahtzusammensetzung bei Verwendung von UP-Draht fast gleich der des Grundwerkstoffes.
Die Schweißpulver müssen auf den Schweißzusatz und die Strombelastbarkeit abgestimmt werden. Ihre Zusammensetzung hat starken Einfluß auf die metallurgische Reaktion. Unverschlacktes, gesäubertes Pulver kann dem Schweißprozeß wieder zugeführt werden. Die Pulver sind hygroskopisch und müssen vor Anwendung rückgetrocknet werden.